Unter französischen Pinien mit Marco Teichner!

Interviews

Wir sprechen mit dem Nachwuchstalent über sein Leben zwischen Deutschland und den Kanaren.

Marco Teichner ist der lustigste Lockenkopf der deutschen Surfszene und ein absolutes Powerhouse. Wir haben uns mit Marco nach seinem letzten Trainingslager im Schatten des französischen Pinienwaldes unterhalten.

Hey Marco, wir kennen dich schon richtig lange, aber stell dich doch einmal allen anderen vor!

Yo Leute! Ich bin Marco Teichner Watts und komme gebürtig aus Weiden in der Oberpfalz, ich bin 19 Jahre alt und bin professioneller Surfer. Seitdem ich 13 Jahre alt bin, lebe ich mit meiner Familie auf Fuerteventura. Meine Mama kommt aus der Dominikanischen Republik und spricht daher fließend Spanisch und damit wir das auch Lernen sind wir damals auf die Kanaren ausgewandert. Momentan werde ich von Surfink, Pure Surfcamps, HR Surfboards und dem DWV gesponsert.

 

Bist du dann durch euren Umzug nach Fuerteventura zum Surfen gekommen oder hast du schon vorher angefangen?

Als ich 8 oder 9 Jahre alt war, haben wir Urlaub in der Dominikanischen Republik gemacht. Meine Mama kommt aus einem kleinen Surfer Ort mit guten Wellen und sie hat mich dann dort zum Surfen gebracht, um zu sehen, ob es mir gefällt. Ich hatte schon damals spaß am Surfen, aber konnte es erst wieder machen, als wir ausgewandert sind. Seitdem surfe ich fast jeden Tag.

Wann hast du gemerkt, dass surfen für dich mehr als nur ein Hobby ist und wie sieht deine Surfkarriere bisher aus?

Ich war schon immer sehr wettkampforientiert und ich liebe die Herausforderung. Mit 14 wollte ich dann einfach mal sehen, wo ich so stehe mit meinem Surfen und habe mich ohne große Erwartungen bei der deutschen Meisterschaft angemeldet. Dort habe ich es bis ins Halbfinale geschafft, also ging es für mich direkt weiter zu Europameisterschaft, wo ich ebenfalls bis ins Halbfinale gekommen bin, was mich selber ein wenig überrascht hat. Von diesem Moment an wusste ich, dass ich weiterhin Contests surfen will und es mit meinem Surfen zu etwas bringen möchte. Im nächsten Jahr habe ich es bei der DM ins Finale geschafft und dadurch bin ich ins Junior Team vom DWV gekommen. Seitdem ich 18 bin surfe ich in der deutschen Surf-Nationalmannschaft.

Worauf arbeitest du momentan hin und welche Ziele willst du in der Zukunft erreichen?

Für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen, es unter die Top drei der Junioren in Europa zu kommen und mich dadurch für das Juniortour-Finale in Taiwan zu qualifizieren. Meine Langzeit Ziel ist es, mich für die Challenger Series zu qualifizieren und ich würde es gerne in den nächsten Jahren ins WM-Team schaffen, um die Chance zu haben, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Wo treibst du dich momentan rum und was stand bei dir in letzter Zeit an?

Ich bin grade in Moliets in Frankreich, genauer gesagt bei Pure Surfcamps. Wir hatten hier letzte Woche ein Trainingslager, wo wir viel Surfen waren, aber auch viel Kraft-, Technik-, Mental- und Ausdauertraining gemacht haben.

Wie sieht ein typischer Tag während eurem Trainingslager aus?

Wir haben jeden Morgen um 8 mit einer einstündigen Yoga- und Atemsession begonnen, danach ging es zum Frühstück und dann zum Strand. Meistens haben wir Rugby zum warm werden gespielt und dann geht es für 2-3 Stunden ins Wasser. Danach haben wir meistens eine Pause und anschließend 2 stunden Krafttraining. Manchmal gehen wir dann noch laufen und abends gibt es zum Runterkommen und Dehnen noch eine Yogasession.  

Was steht bei dir nach Frankreich an?

Ich bleibe jetzt noch ein paar Wochen mit meinen Eltern hier und dann geht es für mich nach Hause auf die Kanaren, wo ich mich auf den letzten QS-Contest der Saison vorbereite, der findet demnächst auf den Azoren statt. Danach bleibe ich dann erst mal für den Winter auf Fuerteventura, um die Winterswells dort mitzunehmen und für die nächste Saison zu trainieren. Wenn ich Zeit habe und gute Clips bekomme, würde ich gerne noch das ein oder andere Video veröffentlichen.

Wie ist es zweisprachig aufzuwachsen und fühlst du dich eher deiner Heimat Deutschland verbunden oder deinem Wohnort Spanien?

Tatsächlich fühle ich mich ziemlich deutsch, weil ich dort die ersten 13 Jahre meines Lebens verbracht habe und dort zur Schule gegangen bin. Ich habe auch noch viele Freunde dort und versuche jedes Jahr ein bisschen Zeit in Deutschland zu verbringen. Trotzdem liebe ich es, auf Fuerte zu leben und auch wenn das nicht immer so war, bin ich dankbar, dass mich die Surfer dort mittlerweile als Local akzeptieren. Vor allem an meinen Homespots in Corralejo.

Willst du zum Abschluss noch irgendetwas loswerden?

Ich würde mich gerne bei meinen Sponsoren bedanken. Besonders bei Stefan Brill von Pure Surfcamps für den ganzen Support und beim DWV für alles, was ihr für uns Athleten macht.

 

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