Dein nächstes Surf-Erlebnis in Rapid Surfing in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Flusssurfen oder genauer gesagt das Surfen auf stehenden Wellen im Fluss oder Wavepools gewinnt seit einigen Jahrzehnten immer mehr an Popularität. Besonders an Orten weit weg vom Meer bietet es Surfern eine gute Alternative um bis zum nächsten Surftrip fit zu bleiben, sich zu verbessern und um gleichgesinnte kennenzulernen.

Wer einmal auf den Geschmack des „Landlocked“ Surfen gekommen ist, der möchte die Wellen in der Stadt nicht mehr missen und so gibt es mittlerweile Weltweit richtige Riversurf-Szenen, die sich wie die echte Surfszene auch nach neuen Spots sucht, sich in Wettkämpfen messen und den Sport voran treiben.

Schlaue Ingenieure haben schon längst das Potential von Wavepools entdeckt und Technologien nach Vorbild der besten Flusswellen der Welt, wie dem Münchener Eisbach, entwickelt um surfen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen. Aber kann eine Welle, die sich nicht vom Fleck bewegt wirklich das Freiheitsgefühl, welches man beim Surfen im Meer verspürt, ersetzen? Wahrscheinlich nicht komplett, aber wenn man seine Surftechnik ein wenig anpasst und sich einmal an die stehende Welle gewöhnt hat, dann kommt es echten Wellenreiten im Meer schon extrem nah.

Damit auch ihr Flusswellen und Wavepools in eurer Nähe findet und bestens auf eure nächste Session vorbereitet seit haben wir in diesem Guide alles zusammengefasst, was ihr über stehende Wellen wissen solltet.

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Rapid Surfing in Deutschland – Die Entwicklung

Wellenreiten ist in Deutschland bis heute eher ein kleiner Sport und mit Surfdestinationen wie Kalifornien, Australien oder Indonesien können wir nicht mithalten, was die Qualität und Menge an Wellen angeht. Es gibt zwar einige Surfspots an der heimischen Nord- und Ostsee, aber schon auf den ersten Blick auf die Karte lässt sich erahnen, dass das Potential der angrenzenden Meere nicht mit den Spots an den sieben Weltmeeren vergleichbar ist. 

In Bezug auf das Surfen auf Flusswellen sieht es hingegen ganz anders aus. Deutschland ist die Flusssurf-Nation schlecht hin und zu verdanken haben wir das der wichtigsten Welle in der Entwicklung des Flusssurfens – Der Eisbach, Die Welle inmitten des Englischen Gartens, im Herzen von München ist die wohl bekannteste stehende Welle der Welt und gilt als „Mekka“ der Internationalen Rapid Surf Szene. 

Anders als Wellen im Meer läuft der Eisbach 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Genau das hat dem Spot zu seiner Bekanntheit verholfen. Rund um die Uhr surfen, mitten in der Stadt und mehrere hunderte Kilometer vom nächsten Meer entfernt war vorher undenkbar.

Die Erfindung des Flusssurfens ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte des Wellenreit-Sports in Deutschland, welche wir dem bayerischen Surf-Pionier Arthur Pauli zu verdanken haben.

Als das Wellenreiten Anfang der sechziger boomte bekam auch Arthur Pauli Wind von dem Trend. Weit weg vom Meer überlegte sich Arthur, wie er den Sport auch in seiner Heimat ausüben konnte und so legte er im Sommer 1965 den Grundstein für das Surfen auf Flusswellen wie wir es heute kennen. Er baute sich ein 2,20 Meter langes Holzbrett, das einem Surfboard ähnlich sah und befestigte ein Seil an einem Baum, der über einen reißenden Fluss ragte. Mit dem Seil in der Hand und ein wenig Übung gelang es ihm auf der Strömung des Flusses hin und her zu fahren.

 Er steckte einige Freunde mit dem Surffieber an und genau wie die Surfpioniere an den Stränden dieser Welt nach neuen Spots Ausschau hielten, suchten auch Arthur und seine Freunde nach neuen „surfbaren“ Spots in den umliegenden Flüssen. 

1971 gelang es Michael Nath dank günstiger Strömungsverhältnisse und einem Board von Arthur auf einer stehenden Welle im Isar-Floßkanal zum ersten Mal ganz ohne Seil zu surfen. Als die Pauli-Brüder 1972 zurück nach München kehrten entdeckten und surften sie, nur 250 Meter Flussabwärts von dieser Stelle, die erste konstant surfbare Flusswelle der Welt – Die Floßlände.

In den Folgejahren kamen immer mehr Leute auf den Geschmack und versuchten sich am Flusssurfen, es waren damals hauptsächlich Freunde der Pauli-Brüder, Zuschauer und reisende aus aller Welt, die auf dem nahegelegenen Campingplatz wohnten und zufällig auf die Welle aufmerksam wurden.

1975 wurden die ersten Riversurf-Meisterschaften an der Floßlände ausgetragen und selbstverständlich ließ Arthur Pauli es sich nicht nehmen, sich den ersten „Bayerischen Meister“ Titel zu sichern.

Etwa sechs Jahre nach der Entdeckung der Floßlände wagten sich die ersten mit Surfbrettern an den Eisbach. Aufgrund der zentralen Lage, mitten im Stadtzentrum Münchens, bekam auch die Polizei schnell davon mit und verbat den bisher unbekannten Sport. Nach jahrelangen „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen Surfern und Polizeibeamten wurde das Surfen seit den 90er-Jahren zunehmend geduldet, galt aber immer noch als illegal.

Aufgrund zahlreicher Schwimmunfälle sollte die Welle im Jahr 2007 auf Anordnung der Bayerischen Schlösser- und Seen Verwaltung zerstört werden, um die Aufmerksamkeit vom Bach zu lenken.

Surfer, Zuschauer und andere Riversurf-Faszinierte sammelten mit einer Online-Petition über 15.000 Unterschriften für den Erhalt der Welle und sorgten so für die Rettung der Welle und nur ein paar Jahre später wurde das Grundstück auf dem sich die Welle befindet vom Land Bayern an die Stadt München übertragen und das Surfen auf der Flusswelle endgültig legalisiert.

Alles was du über Rapid Surfing wissen musst

So funktioniert eine stehende Welle

Anders als bei Wellen im Meer, die durch Swell entstehen, werden bei stehenden Wellen die Strömungen von Flüssen, Bächen und Kanälen zur Wellenerzeugung genutzt. Damit sich eine stehende Welle bilden kann müssen allerdings so einige Faktoren stimmen, aber vom Grundprinzip funktionieren alle stehenden wellen gleich.

Das Wasser wird durch Gefälle oder Verengungen im Flussverlauf beschleunigt und trifft auf einen Widerstand im Flussbett oder auf ruhende Wassermassen. Dort wo die beschleunigten Wassermassen auftreffen bildet sich unter der Wasseroberfläche eine Rückströmung, welche den oberen Durchfluss nach oben drückt und eine konstante stehende Welle bildet. Dieses Prinzip, welches die Grundvoraussetzung für jede stehende Welle bildet, ist als der „Hydraulic Jump“ bekannt, auch „Wechselsprung“ oder „Wassersprung“ genannt.

Auf Grund des „Stillstandes“ der Welle handelt es sich bei stehenden Wellen also nicht um Wellen im physikalischen Sinn, sondern eher um Stromschnellen, welche das „Face“ der Welle, auf dem sich Surfer im Meer bewegen, nachbilden.

Doch nicht alle Wellen sind gleich. Während einige stehende Wellen konstant brechen und im Optimalfall 24 Stunden am Tag gesurft werden können, tritt das Phänomen stehende Welle in einigen Flüssen zum Beispiel nur bei Hochwasser, nach extremen Regenfällen oder während der Schneeschmelze auf.

Viele Wellen natürlichen Ursprunges wurden im Laufe der Zeit erst von engagierten Surfern durch ausgeklügelte Einbauten oder Veränderung des Ufers oder des Untergrundes surfbar gemacht. Dabei werden beispielsweise Rampen oder Betonbauten am Untergrund befestigt, welche die Weißwasserwalzen in glatte, nicht brechende Wellen verwandeln.

Wie echte Wellen, auf denen im Meer gesurft wird, unterscheiden sich auch stehende Wellen in ihren Eigenschaften. Abhängig von der Wassermenge und der Fließgeschwindigkeit sind einige Wellen eher klein und schwach und grade so geeignet, um einen Surfer zu tragen und andere Wellen sind groß und kraftvoll und eignen sich hervorragend für Tricks und Manöver. 

So funktioniert eine künstliche stehende Welle im Wavepool

Das Surfen auf stehenden wellen mitten in der Stadt hat bereits einige Ingenieure dazu bewegt Wavepool Technologien nach Vorbild des Eisbachs zu entwickeln, um stehende Wellen auch in anderen Städten zugänglich zu machen.

Die Bekannteste Technologie für Rapid Wavepools ist die sogenannte Citywave, bei der 6 bis 10 hochleistungs Wasserpumpen für die richtige Menge Wasser sorgen, welches dann nach dem gleichen Prinzip des „Hydraulic Jump“ eine Schräge hinunter befördert wird. Am Ende befindet sich ein Wasserbecken mit einer Rampe, über der sich die stehende Welle bei laufender Anlage bildet. Der Kreislauf schließt sich hinter der Welle, wo das Wasser wieder angesaugt und von den Pumpen zurück nach vorne befördert wird.

Der Vorteil dieser künstlichen stehenden Wellen besteht darin, dass man durch verstellen des Wasserdrucks und der Rampe die Größe und Kraft der Welle adjustieren kann und so eine stehende Welle für jedes Level schaffen kann – egal ob blutiger Anfänger oder Profi Surfer. 

Heute, 20 Jahre nach dem Entwicklungsbeginn, gibt es solche Rapid Wavepools in Städten auf der ganzen Welt.

Seit einigen Jahren gibt es eine ähnliche Art von Wavepool, die nach dem gleichen Prinzip arbeitet. Die stehende Welle von „Unit Surf Pool“ benötigt im Gegensatz zur Citywave kein eigens für die Welle angelegten Pool. Sie besteht aus einem 12 x 30 Meter großen Ponton, welches in schon vorhandenen Seen zum Einsatz kommt und das Wasser mit Turbinen im vorderen Bereich ansaugt und hinter der Welle wieder in den See befördert.

Aus Frankreich kommt die Firma Hydrostadium, die ihre Technologie sowohl in bestehende Flussläufe setzt, als auch künstliche Wellen baut.

Surfboards zum Rapid Surfen

Die meisten Surfer, die auf einer stehenden Welle surfen benutzen speziell dafür angefertigte Boards. Diese unterscheiden sich äußerlich kaum von Shortboards, wie sie im Meer oft von Fortgeschrittenen Surfern genutzt werden. Schaut man etwas genauer hin, fallen doch einige Unterschiede auf. Zunächst einmal sind die Boards deutlich kleiner und haben weniger Volumen als Surfboards fürs Meer, weil man mit ihnen nicht Anpaddeln muss, um die Welle zu bekommen. Auch ungeübte können daher, bei ihren ersten Versuchen auf einer stehenden Welle zu surfen, auf extra große Boards verzichten.

Außerdem werden Riverboards meist deutlich kürzer gesurft als übliche Boards, damit sie in die Form der Welle passen und nicht vorne mit der Nose einspitzeln. Je nach Körpergröße und Gewicht haben die Boards eine Länge zwischen 4’10 (147 cm) und 5‘6 (168 cm). Auch die breite ist für die Größe des Brettes entscheidend. Je schwächer die Welle ist, die man damit surfen möchte, desto breiter sollte das Surfboard sein.

Aufgrund der steigenden Popularität und immer mehr Rapid Surf Spots gibt es mittlerweile einige Surfboard Manufakturen, die sich auf das „shapen“ von Surfboards für stehende Wellen spezialisiert haben und sich bestens mit den Unterschieden der verschiedenen Wellen auskennen und einen somit bestens beraten können, um das perfekte Surfboard für Rapids für die jeweils persönlichen Anforderungen zu bauen.

Für Wellen wie den Eisbach, empfiehlt es sich stabilere oder an den empfindlichen Stellen wie Nose, Tail und Rails verstärkte Boards zu verwenden, da diese schnell durch die Betonwände an den Seiten beschädigt werden können.

Anfänger müssen sich bei ihren ersten Surfsessions im Rapid Pool glücklicherweise keine Gedanken über das Equipment machen, passende Leih-Boards sind meistens im Preis enthalten.

Weiteres Equipment

Neben einem Surfboard gehören zu den wichtigsten Utensilien die Finnen, Wax, eine Leash und optional Footpads. Die meisten Rapid Surfer benutzen ein sogenanntes Thruster Finnenset, bestehend aus drei Finnen. Hier empfiehlt sich eine Kombination aus zwei normal großen Seiten-Finnen und einer, speziell für stehende Wellen entwickelte, kleineren Centerfinne.

Bei der Leash sollte darauf geachtet werden das sie möglichst kurz ist, damit das Board bei einem Sturz von den Seitenwänden neben den Wellen ferngehalten wird. 

Footpads, auch Tailpads genannt, können auch durch Wax ersetzt werden. Dennoch empfiehlt sich ein Footpad als Orientierungspunkt für die richtige Position des hinteren Fußes. Außerdem hilft es Fortgeschrittenen Surfern indem es ihnen mehr Halt bei Tricks und Manövern gibt.

Während bei sommerlichen Temperaturen und bei Indoor-Wavepools oft eine Boardshort oder ein Bikini zum Surfen ausreicht, ist ein guter Neoprenanzug und gegebenfalls Schuhe, Handschuhe und Haube, je nach Wassertemperatur und Jahreszeit empfehlenswert.

Gerade für Anfänger, die noch nicht das nötige Boardgefühl mitbringen wird empfohlen beim Rapid Surfen einen Helm zu tragen, um Kopfverletzungen bei Stürzen zu vermeiden.

Training für stehende Wellen

Einen riesigen Vorteil, den Rapids mit sich bringen, ist dass jeder es lernen kann. Anders als beim Surfen im Meer muss man keine gewisse Grundfitness haben, um den Sport auszuprobieren. Schwimm- oder Paddeltraining ist zwar gut für die Ausdauer, hilft einem beim Rapid Surfen aber eher wenig.

Die einzigen Grundvoraussetzungen, die man mitbringen sollte, ist eine gute Balance, Koordination und Körpergefühl und diese Skills kann man hervorragend trainieren. Die Balance lässt sich am besten mit Übungen auf instabilen, wackligen Oberflächen verbessern.

Besonders unter Brettsportlern beliebte Varianten für das Gleichgewichtstraining sind das „Balance Board“ oder die „Slack Line“. Beide erfordern schnelle, gewichtsverlagernde Bewegungen zur Stabilisation des Körpers, wie man sie auch beim Surfen oft vornehmen muss.  Gleichgewichtstraining zielt auf die Propriozeption ab, also die Wahrnehmung der Lage, Haltung und Bewegung des eigenen Körpers im Raum.

Mit andere Brettsportarten wie Skateboarden, Surfskaten oder Snowboarden kannst du deine Rumpf-, Schulter- und Beinmuskulatur trainieren und durch die ähnlichen Bewegungsabläufe trainierst du gleichzeitig deine „Muscle Memory“ und das nötige Brettgefühl.

Besonders gut geeignet sind die speziellen Surf-Skateboards, die entworfen wurden, um das Surf-Gefühl auf die Straße zu übertragen. Durch das extra Gelenk in der Vorderachse muss das Board konstant durch leichtes carven in Bewegung gehalten werden, um es zu beschleunigen.

Ein weiterer erheblicher Vorteil von stehenden Wellen ist die Wiederholbarkeit eines Rittes. Im Meer muss man sich jede Welle hart erarbeiten und es dauert sehr lange bis man wirkliche Fortschritte macht. Auf einer stehenden Welle kann man gezielt an seinem Boardgefühl arbeiten und ähnlich wie beim Skateboarden Tricks und Manöver gezielt erlernen und ausprobieren, da die Welle immer gleichbleibt. Im Umkehrschluss kann man das auf der stehenden Welle erlernte dann beim nächsten Surftrip ans Meer viel einfacher umsetzten, denn nichts kommt dem Surfen im Meer so nah wie eine stehende Welle.

Gefahren

Genau wie das Surfen im Meer ist auch Rapid Surfing nicht Risikofrei und birgt gewisse Gefahren, die man zunächst einmal abwägen sollte, bevor man aufs Board springt. Da künstliche Rapid Pools so konstruiert sind, dass auch Anfänger auf ihnen Spaß haben gibt es bei ihnen nur wenig zu befürchten. Die größte Gefahr geht hier vom eigenen Equipment aus. Weil man das Surfboard nach einem Sturz im Weißwasser schnell abbekommen kann sollte man unbedingt den Kopf mit den Armen schützen, sobald man einen Abgang macht.

Genau wie im Meer gibt es nach der Welle einen ordentlichen Waschgang, der im Normalfall nach wenigen Sekunden vorbei ist. Da eine stehende Welle aber nicht wie eine Welle im Meer einfach ausläuft kann es schon mal vorkommen, dass man in der Rückströmung hinter der Welle gefangen ist. Sollte das passieren kann man sich aber leicht mit ein paar einfachen Schwimmzügen wieder befreien.

Wenn es darum geht natürliche Flusswellen zu surfen gibt es allerdings einiges mehr zu beachten als bei einer Session im Wavepool. Die meisten Risiken lassen sich ganz einfach damit vermeiden, dass man sich eine Welle aussucht, die dem persönlichen Können entspricht. Alleine durch den erhöhten Wasserdurchfluss und die starke Strömung an Fortgeschrittenen Wellen, wie dem Eisbach, sind sie für unerfahrene schon deutlich gefährlicher als eine Anfängertaugliche Welle, wie die Floßlände.

Wenn man die Grundlagen des Rapid Surfings nicht beherrscht und trotzdem an eine Fortgeschrittenen Welle geht gefährdet man nicht nur fahrlässig die eigene Gesundheit, sondern auch den Fortbestand der Welle. Nur eine schwere Verletzung kann Grund genug für die Schließung oder Zerstörung des Surfspots sein. Also kenne deine Grenzen und überschreite sie nicht, um Unfälle vorzubeugen.

Viele natürliche Flusswellen haben zudem oft Betonbauten oder ähnliches unter der Wasseroberfläche, an denen man sich schnell verletzen kann. Am besten holt man sich im Voraus Informationen ein und lässt sich von den Locals oder erfahrenen Rapid Surfern eine Einweisung geben.

Bei Hochwasser gilt es besonders vorsichtig zu sein. Durch die erhöhten Wassermengen wird oft Treibgut, wie Baumstämme oder andere gefährliche Gegenstände, mitgerissen an dem man sich verletzten könnte. Außerdem kann es zu Wasserverschmutzungen kommen, die ebenso ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellen.

 

Die wichtigsten Events

Pure Surfcamps Rapid Surf League

Bei der Pure Surfcamps Rapid Surf League handelt es sich um eine unabhänge Liga / Contest-Serie, die sich durch ihr neuartiges Contest Format, Cut: 2 Call hervorhebt. Die besten und gesetzten Rapid Surfer der Welt touren zu verschieden Rapid Surf Spots in Europa. Die Eventlocations bestehen aus natürlichen und künstlichen Rapids und jedes Jahr gibt es neue Spots auf der Tour. Die RSL ist eine geschlossene Liga, für die man sich über die nationalen Rapid Meisterschaften qualifizieren kann. Nach drei Events werden die und der Liga-Champion bestimmt.

Ziel der Veranstalter ist es den Jungs und Mädels der Rapid Surfing Szene eine angemessene Plattform für ihren Sport zu geben, in dessen Umfeld sie sich untereinander messen und pushen können. Außerdem sorgt die Rapid Surf League für einen besseren Austausch und das Zusammenwachsen der Szene in Deutschland, Europa, den USA und Kanada.

Neben der eigentlichen Tour, bei der es um High Performance Rapid surfen geht, gibt es eine Reihe an „Roots“- und „Specialty“ Events, Bei denen es nicht um Punkte im Ranking, sondern um den Austausch und das Miteinander geht. Bei den Roots Events geht es zurück zum Ursprung des Sportes, an die natürlichen Flusswellen in Europa und die Specialty Events passieren zu einem bestimmten Thema, welches immer zu der jeweiligen Welle am Austragungsort passt.

Citywave Pro World Tour

Die Citywave Pro World Tour ist eine Tour des Wellenherstellers Citywave. Die Tour ist frei zugänglich und Rapid Surfer können sich für die Events gegen eine Startgebühr einschreiben. Die Tour besteht aus mehreren Stopps an den besten und größten Citywaves der Welt wie Japan, Israel, Österreich, Frankreich und der Schweiz.

Mit einem insgesamten Preisgeld von €10.000 pro Tour Stopp ist die Citywave Pro World Tour die höchstdotierte Wettkampfserie im Rapid Surfing. Mit dem Citywave Pro Israel startete Ende April 2019 das Rennen nach Tokyo. Das internationale Teilnehmerfeld ist in vier Kategorien unterteilt: Open Men, Open Women, Juniors und Masters, mit insgesamt 80 Surfern pro Contest.

Neben den Preisgeldern kämpfen die Athleten um Punkte für das internationale Ranking. Ziel der World Tour ist es, neben dem küren der Weltmeister, eine weltweite Community mit Top Athleten zu etablieren und den Sport auf das nächste Level zu bringen.

Rapid Surf DM Deutsche Meisterschaft im Rapid Surfing

Die Rapid Surf DM ist die offizielle Deutsche Meisterschaft im Rapid Surfen. Die erste Rapid DM fand 2019 in Langenfeld statt, 2020 traf sich die deutsche Elite im Wellenwerk in Berlin, wo die besten deutschen Rapid Surfer in den Klassen Open Men, Open Woman, Junior-en/innen, Master/innen ihre spektakulären Manöver zeigen um sich den Titel zu sichern.

Die Skills und Styles, die die Rapid Surfer auf der stehenden Welle inmitten von Berlin präsentieren werden von zertifizierten Judges des Deutschen Wellenreitverbands, kurz DWV, bewertet. Die Deutschen Meister der Open Class sichern sich zudem jeweils einen Startplatz in der Pure Surfcamps Rapid Surf League.

Crown of the Traun

Der Crown of the Traun wird von den Rivermates Salzkammergut ausgetragen und ist einer der bedeutendsten Ereignisse der Rapid Surfszene in Österreich und einer der wenigen Contests, die an einer natürlichen Flusswelle ausgetragen werden.

Das Event ging letztes Jahr in die 4. Runde und eröffnete Außerdem die Pure Surfcamps Rapid Surf League. Neben dem Legendären Contest stehen noch weitere Aktivitäten wie ein Surfboard-Testival und eine Surf Movie Night auf dem Programm.

Österreichische Meisterschaften

Hier messen sich jedes Jahr die besten Rapid Surfer des Landes und kämpfen um das hart erkämpfte Gold und den Titel des Österreichischen Meisters. Seit 2017 findet die ÖM auf einer Citywave im Niederösterreichischen Vösendorf nahe Wien statt und wird von der Firma AWSM veranstalltet.

Alm Jam

Den Alm Jam an der Almkanal Welle in Salzburg gibt es seit 2019 und es wird in den Kategorien Men, Woman und Rookies gestartet. Hier geht es mehr um den Spaß als um den Wettkampf. 

Außerdem gibt es einen Special Trick Deal bei dem es keine Regeln gibt, die Surfer hauen ihre besten Manöver raus und der radikalste Trick wird belohnt.

Für den Surfer oder die Surferin, der/die über den gesamten Contest den „Best Positive Vibe“ an den Tag legt, gewinnt einen Sonderpreis.

Verzeichnis Rapid Surf Spots

Guide zum klassifizieren von Rapid Surf Spots

Es gibt eine Menge verschiedene Arten von Rapid Wellen, deshalb kategorisieren wir diese kurz, damit ihr einen Einblick in die verschiedenen Spots bekommt und diese unterscheiden könnt. Im Grunde können Folgende Oberbegriffe verwendet werden um alle verschiedenen Rapids zu unterscheiden. 

Open River, Modified River, Locks & Canals, Artificial Rapids 

Beispiele

Open River: Mit Open River sind die eigentlichen Flusswellen gemeint, also Rapids die Tatsächlich in Flüssen auftreten. Diese Rapids sind oft von Wasserständen und anderen Faktoren, die berücksichtigt werden wollen, abhängig. Oft sind diese nur schwer zugänglich und unberechenbar. Deshalb sollten sich nur erfahrene Rapid Surfer solche Wellen surfen. 

Locks & Canals: z.BFlusswelle Thun. Eine Welle, die sich direkt hinter einer Schleuse oder ähnlichen Konstrukt formt. Diese Wellen sind häufig sehr kraftvoll. 

Modified Rivers & Canals: z.B. Die Welle in Ebensee, der Eisbach und die neue Rapid in Annecy. “Modified” bedeutet hier ganz einfach, das die Welle erst durch Menschenhand surfbar und/oder verbessert wurde. 

Artificial Rapids: z.B Unit Surf Pool, Citywave, Hydrostadium

Natürliche/Halbnatürliche Rapids

Eisbach / modified canal wave

Die Eisbachwelle ist die bekannteste und beste Flusswelle der Welt. Die Welle liegt direkt am Südende des Englischen Gartens neben dem Haus der Kunst und dem berühmten P1 Club. Wegen der zentralen Lage ist sie zum Epizentrum der Internationalen Rapid Surfszene und einer der Top Sehenswürdigkeiten in München geworden und zieht jedes Jahr Massen an Surfer und Touristen an, die die Urbane Surfkultur hautnah miterleben wollen.

Mit einer Breite von ungefähr 10 Metern bietet die ca. 1 Meter hohe Welle mit ihren verschieden Sections genug Platz für Kraftvolle Turns, Carves und Airs. Kein Wunder, dass der Eisbach schon zahlreiche Rapid-Legenden hervorgebracht hat und das sich jedes Jahr der ein oder andere Internationale Profi-Surfer an die stehende Welle unterhalb der Eisbachbrücke verirrt.

Die Welle läuft das ganze Jahr über und 24 Stunden am Tag, egal ob im tiefsten Winter oder bei Nacht mit Flutlicht, am Eisbach wird so gut wie immer gesurft. Die einzige Ausnahme ist die jährliche Bachauskehr.

Zur Optimierung und damit die stehende Welle ihre Form behält und nicht nur aus Weißwasser besteht wurde eine Verstellbare Rampe installiert, weshalb der Eisbach auch als Vorbild für diverse Wavepool Technologien und andere Flusswellen-Projekte gilt.

Der Eisbach ist keine Anfängerwelle und sollte deshalb nur gesurft werden, wenn man die Grundlagen des Rapid surfens bestens beherrscht. Bei unkontrollierten Stürzen droht es einem von mehreren Tonnen Wasser gegen die Strömungsbremsen aus Beton gedrückt zu werden, die sich hinter der Welle befinden.

Der Einstieg erfolgt im Sitzen oder per Drop-In von beiden Seiten.

Durch die Zentrale Lage ist die Welle auch mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, die Anfahrt erfolgt mit der U6, Haltestelle Odeonsplatz. Gebührenpflichtige Parkplätze stehen direkt nebenan am Haus der Kunst zur Verfügung.

Floßlände / modified canal wave

Die Floßlände ist nicht nur die Welle wo alles begann, sondern auch die erste Anlaufstelle für alle, die zum ersten Mal auf einer stehenden welle surfen wollen. Mit einer Höhe von gerade mal einem halben Meter und einer Breite von 6 Metern ist die Welle am Campingplatz Thalkirchen relativ gefahrlos und perfekt dazu geeignet, um Erfahrung zu sammeln und erste Erfolge zu erzielen.

Die einzige Gefahr besteht darin, dass immer wieder Große Holzflöße den Kanal herunter treiben. In der Regel achten alle Surfer darauf und warnen einander aber selber die Augen aufmachen kann nie schaden.

Der einzige Nachteil der stehenden Welle an der Floßlände ist, dass sie nur während den Floßzeiten läuft weshalb sich die Saison auf Mai bis Ende September beschränkt. Während den Sommermonaten ist die Welle von ca. 14 bis 20 Uhr surfbar. Davor und danach ist zu wenig Wasser im Kanal und die Welle kann sich nicht aufbauen. Dies ist auch der Grund für die teilweise langen Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde.

Genau wie der Eisbach ist auch die Welle an der Floßlände dank der zentralen Lage sehr gut mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Bus 135 hält direkt am Campingplatz Thalkirchen. Für alle die mit dem Auto kommen gibt es in dem Waldstück auf dem Weg zur Welle kostenlose Parkplätze und einen kostenpflichtigen Parkplatz am Campingplatz.

Almkanal Salzburg / modified canal wave

Seit 2010 gibt es die künstlich angelegte Welle im historischen Almkanal inmitten von Salzburgs Stadtteil Gneis. Sie liegt direkt am Radweg von Gneis nach Eichet und 150 Meter flussabwärts der Brücke Weidenstraße. Die Welle ist mit einem halben Meter Höhe und 4,2 Metern Breite eher klein, hat aber genug Druck, um jedem Level etwas zu bieten.

Besonders Anfängern bietet die stehende Welle eine sichere Option um sich mit dem Rapid surfen vertraut zu machen und sich zu verbessern. Durch eine verstellbare Rampe lässt sich die Welle anpassen und da sie das ganze Jahr über von 6 – 22 Uhr läuft hat sich der Spot zu einem Fixpunkt der lokalen Surfszene entwickelt. Zudem findet an der stehenden Welle die Riversurf-Instructor Ausbildung und der Riversurf Kurs der Universität Salzburg statt. Salzburgs Surfszene gilt als freundlich und sie stellt ein Großteil der bekannteren Riversurfer Österreichs.

Die Regeln sehen es vor, dass man hier nur ohne Leash surfen darf und an der Betonsäule beim Einstieg befindet sich ein Erste-Hilfe-Kasten. Außerdem gibt es auf dem Gelände Umkleiden und WC‘s. Da es in der Nähe nur wenige Parkplätze gibt bietet es sich an mit dem Rad zu kommen oder mit der Buslinie 5 direkt zur Bushalte Birkensiedlung zu fahren.

Pipeline Bad Ischl / Open River Wave

Die Pipeline Bad Ischl ist einer der besten Spots in Österreich und eine der wenigen ganz natürlichen Flusswellen in Europa. Der Name der Welle ist weniger ein Vergleich mit der berühmten Banzai Pipeline auf Hawaii, sondern kommt von den großen Rohren, die beim Abstieg zur Welle durchaus hilfreich sind.

Die stehende Welle auf der Traun befindet sich neben der Salzkammergut Straße Richtung Ebensee, im oberösterreichischen Bad Ischl. Damit die Welle läuft sollte der Pegel des Flusses mindestens 1,60 Meter, besser aber um die 1,80 Meter sein. Die Saison geht von März bis Juni.

Da die Welle nur durch die Steinformationen auf dem Untergrund des Flusses geformt wird ist sie etwas inkonstanter als viele andere stehende Wellen und erfordert gute Rapidsurf Kenntnisse und ist eher für Fortgeschrittene geeignet. Dennoch gibt es in der Nähe einen Surfshop, der Material verleiht und Kurse anbietet.

Der Ein- und Ausstieg ist einfach und die Strömung nur Mittelstark. Außer ein paar kleine Strudel hinter der Welle, auf die man gefasst sein sollte, gibt es an der Welle keine großen Gefahren.

Die zur Verfügung stehenden Parkmöglichkeiten sind sehr limitiert, weshalb man am besten auf der anderen Flussseite parkt und zum Spot paddelt.

Die Local-Szene wächst stetig und veranstaltet jedes Jahr den Rapidsurf-Contest „Crown of the Traun“, bei dem es weniger um Rivalität, sondern um das Zusammenkommen der Community geht.

The Riverwave, Ebensee / modified river wave

Čunovo Bratislava / modified canal wave

Diese künstlich angelegte Welle liegt in der Donau, genauer gesagt in Čunovo bei Bratislava und ist Teil des Wassersport Resorts „Areál Divoká Voda“. In dem Resort kann man 15 verschiedene Aktivitäten betreiben, vom Rafting über Stand Up Paddeln bis hin zum Surfen. Die Benutzung der Welle ist zwar kostenpflichtig aber bei einem Preis von 15 € für einen Tag surfen sehr preiswert. Außerdem kann man für 5 € die Stunde Material ausleihen und Rapidsurf-Neulinge bekommen schon für 60 € eine einstündige Privatlesson.

Das Projekt gilt als sehr gelungen, da die 6 Meter breite und 0,5 Meter hohe Welle kraftvoll und sehr clean ist und es kein Weißwasser gibt. Der Einstieg über die Mauern gestaltet sich hier etwas schwieriger als bei einigen anderen stehenden Wellen, mit ein wenig Übung bekommt man ihn aber ohne Probleme hin.

Da der Wasserstand der Welle sehr niedrig ist sollte man kleine oder weiche Finnen verwenden und es wird besonders Anfängern empfohlen einen Helm und Surfschuhe zu tragen. Die Betreiber schreiben außerdem vor das man sich die Leash nicht am Knöchel, sondern unterm Knie, am Arm oder am Safety Gürtel befestigen solle.

Ausreichend Parkplätze sind vorhanden und wer länger kommen möchte, dem bietet das Resort verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Es gibt ein Hotel, Bungalows und einen Campingplatz direkt am Areal, weshalb sich ein Besuch an der Welle ideal für ein Wochenende oder in Verbindung mit einem Städtetrip eignet.

Flusswelle Bremgarten / Open River Wave

Die Flusswelle Bremgarten auf der Reuss ist zum Surfmekka der Schweizer Wellenreiter geworden. Eigentlich gilt die Welle als Trainingswelle für Kanuten, denn die Pflege und Finanzierung der Welle ist die Aufgabe des Schweizerischen Kanuverband SKV. Aber mit der zunehmenden Popularität des Rapid surfens kamen nach und nach mehr Surfer an die stehende Welle, weshalb sich Surfer, Kanufahrer und Kajaker die Welle teilen und sich gegenseitig respektieren.

Die stehende Welle am Honegger-Wehr in der Nähe der Kaserne Bremgarten bildet sich nur bei genügend Wasserdurchfluss. Die Abflusswerte der Messstation Mellingen sollten zwischen 200 – 380 m3/s betragen, damit sich die Welle ideal aufbauen kann. Wird der Höchstwert überschritten wird die Strömung fürs surfen zu doll. Die besten Bedingungen findet man meistens im Frühling.

Die Welle ist sehr breit, dafür allerdings eher flach und gemächlich, weshalb man hier mit einem Surfboard mit etwas mehr Volumen ein wenig besser bedient ist. Die Welle ist für alle Level geeignet, aber auch hier ist etwas Vorsicht geboten, um Unfälle zu vermeiden. Die recht großen Steine beim Ein- und Ausstieg sind oft sehr rutschig und durch den unebenen Untergrund sollte jeder für sich selbst entscheiden ob er eine Leash verwendet oder nicht. Die Locals raten aber eher davon ab, da diese schnell irgendwo hängen bleiben kann und man dadurch eventuell unter Wasser gedrückt wird.

Man sollte stets die Augen nach Treibgut offenhalten und ab einer gewissen Durchflussmenge können hinter der Welle Unterströmungen entstehen, die einen für ein paar Sekunden festhalten können. In diesem Fall am besten Ruhe bewahren und warten bis der Strudel nachlässt und dann zur Oberfläche tauchen.

Aufgrund der instabilen Wasserqualität ist die Reuss nur bedingt für den Wassersport geeignet. Am besten ist die Wasserqualität bei stabilem Sommerwetter. In allen anderen Perioden kann es zu Erkrankungen durch Verschlucken von Wasser kommen, weshalb man darauf achten sollte möglichst wenig Wasser zu schlucken und nach dem Surfen gründlich zu duschen.

Direkt neben der Welle gibt es einen schönen Campingplatz und Sitzgelegenheiten samt Feuerstellen, weshalb es sich hier auch gut ein paar Tage am Stück aushalten lässt.

Welle Mühleschleuse Thun / lock wave

Die Flusswelle an der Mühleschleuse Thun wird von den Locals liebevoll „Das Monster“ genannt, denn sie hat es wirklich in sich und ist deshalb nur für erfahrene Flusssurfer geeignet. Verletzungen, kaputte Surfbretter und gesnappte Finnen gehören an die Tagesordnung.

Die Mühlewelle läuft meistens nur im Frühjahr, wenn genügend Wasser durch den Fluss Aare fließt. Sie ist von vielen seichten Stellen umgeben und liegt sehr nahe am Brückenpfeiler. Wegen der Verletzungsgefahr und der vielen Steine, die nur knapp unter der Wasseroberfläche liegen vergleichen die Locals ihre Welle mit einem flachen Surfspot im Meer, der über einem Riff bricht.

Nach einem Sturz sollte man sich flach, mit den Füßen in Flussrichtung, ins Wasser legen und sich von den Kehrwassern links und rechts wieder zurück zur Welle tragen lassen. Verpasst man diese muss man auf den Brückenpfeiler und die Untiefe hinter der Brücke aufpassen und danach eine der Treppen links und rechts nehmen.

Es wird generell empfohlen ohne Leash zu surfen, da diese schnell hängenbleiben kann und auch Surfschuhe sind empfehlenswert, um Schnittwunden durch Glass oder Steine zu vermeiden.

Die Welle an der Mühlenschleuse ist sehr zentral gelegen zwischen der Altstadt und Bälliz und ist von zahlreichen Bars und Restaurants umgeben. Es gibt ein paar zeitlich beschränkte und gebührenpflichtige Parkplätze im Bälliz und beim Stadthofplatz.

Rapid Wavepools

Mailand / artificial

Madrid / artificial

Lyon / artificial

St Gilles de Croix de Vie / artificial

Jochen Schweizer Arena / artificial

Die stehende Welle in der Jochen Schweizer Arena in München, nach dem Typ Citywave, bietet mit einer Wassertiefe von 1,20 m und einer bis zu 1,40 m hohen Welle ein besonders Authentisches Surffeeling. Bei sommerlichen 26 grad Wassertemperatur kann hier das ganze Jahr über gesurft werden. Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi, hier ist für jeden etwas dabei. Für Kids oder Leute, die absolut keine Vorkenntnisse haben gibt es die Möglichkeit erste Erfahrungen zu sammeln und sich an das Board zu gewöhnen während man sich an einer Lernstange festhält. Nach der Session kann man sich im Jochen Schweizer Restaurant eine Stärkung gönnen oder einen Drink zu sich nehmen und wer noch nicht genug Adrenalin bekommen hat, für den gibt es gleich nebenan einen Windkanal, in dem der freie Fall während eines Fallschirmsprungs simuliert wird.

Surf Langenfeld / artificial

Die stehende Welle in Langenfeld, Nordrhein Westfalen, befindet sich inmitten der größten Wasserskianlage der Welt und ist die erste ihrer Art. 2018 wurde der weltweit erste „UNIT Surf Pool“ hier installiert.

Mit einer Wellenhöhe von bis zu 1,60 Meter ist sie bis dato auch eine der größten stehenden Wellen der Welt. Das einzigartige an der Welle ist, dass sie in einem See liegt und auch mit dessen Wasser betrieben wird. Anders als bei ähnlichen Rapid Pools wird die Session auf dieser stehenden Welle zum echten Naturerlebnis, da man hier unter freiem Himmel surft und nach einem Wipe Out einfach im See zurück paddelt. Wie bei anderen Wavepools auch kann der Wasserdruck reguliert werden, um Kraft und Größe der Welle an verschiedene Levels anzupassen.

Mit einer Saison von März bis Dezember läuft die Welle beinahe das ganze Jahr. SURF LANGENFELD bietet Surfkurse für Teilnehmer ab 12 Jahren an und ist somit für jeden geeignet, egal ob Surf Profi oder Neueinsteiger. Die Preise liegen zwischen 37,00 € für eine einfache Session und 69,00 € für einen zwei stündigen Einsteigerkurs. Das Equipment wird euch zur Verfügung gestellt und surfen mit eigenem Material ist ebenso erlaubt.

Wellenwerk Berlin / artificial

Das Wellenwerk in der Hauptstadt Berlin verfügt über eine 9 Meter breite stehende Welle mit der Citywave Technologie die, wie alle anderen Citywaves auch, stufenlos verstellbar ist, um sie an jedes Surflevel anzupassen. Die Berliner haben die Eröffnung der Welle lange herbeigesehnt und surfen seit der Eröffnung im Sommer 2019 das ganze Jahr über bei angenehmen 26 grad Wassertemperatur.

Großes Plus am Berliner Wavepool ist, dass er mit CO2-neutralem Ökostrom betrieben wird.

Wer ein paar Turns in das Face dieser Welle fahren möchte, der bekommt für 41,90 € eine 60-minütige Session inklusive Material. Surfkurse kosten 133,90€ und dauern insgesamt drei Stunden und bestehen aus einer zwei Stündigen Surfsession und einer Stunde Theorie Unterricht.

Neben der stehenden Welle findet ihr im Wellenwerk Deutschlands ersten „Deus Ex Machina Temple“ Die kultige Kombination aus Surfshop, Restaurant und Cafe, die einige von euch bereits von Bali kennen bringt echtes Surftrip feeling in die Stadt.

Ihr erreicht das Wellenwerk in der Landsberger Allee einfach per M6 Genslerstraße oder mit dem Auto.

Hasewelle Osnabrück / artificial

Wer auf der Hasewelle surfen will sollte sich nicht von Zuschauern verunsichern lassen, denn die Citywave befindet sich mitten im L&T-Sporthaus Osnabrück. Das besondere an der Welle ist, dass man von allen Stockwerken des Einkaufszentrums den Surfern aus der Vogelperspektive zusehen kann wie sie ihre Turns in die 7,5 Meter breite Wellenwand setzen.

Obwohl die Hasewelle zu den kleineren Citywaves zählt bietet sie ganzjährig Surfspass für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit 34€ für einen 45 Minuten Slot ist es auch eines der günstigeren Wavepools und auch hier gibt es selbstverständlich Surfkurse. Wer die Welle für sich und seine Freunde ganz alleine haben will kann die Welle jederzeit für eine Veranstaltung mieten.

SCS Multiplex Citywave Wien / artificial

Die stehende Welle in Wien befindet sich in der Shopping City Süd und wird von Mai bis September betrieben. Die Öffnungszeiten sind saisonbedingt und in der Hauptsaison und an Freitagen und Samstag kann man hier bis 24:00 surfen.

 Es gibt zwar keine richtigen Surfkurse aber dafür haben die Coaches während deiner Session ein Auge auf dich und geben einem wertvolle Tipps, um euch dabei zu helfen die Citywave zu meistern und Fortschritte zu machen.

Weniger nachgefragte Slots und die Pro Sessions ohne Material werden für einen ermäßigten Preis von 29 € angeboten. Außerdem gibt es Sonderkonditionen für Schulklassen und Firmen-Events.

Urbansurf Zürich / artificial

Von 2015 bis 2018 tourte die 8,5 Meter breite stehende Welle vom Typ Citywave quer durch die Schweiz und brachte das Surffeeling in viele Teile des Landes. Seit Mai 2018 ist sie fester Bestandteil vom urbanen Gerold-Quartier mitten in Zürich.

Wie alle andern Citywaves auch bietet Urbansurf dank verstellbarer Welle eine gute Alternative für alle landlocked Surfer in der Region. Von Beginner Sessions über Sessions für Kids bis hin zur Pro Sessions wird hier alles angeboten. Die Preise für eine halbe Stunde surfen inklusive Equipment liegen zwischen 39 und 57 CHF. Surfkurse werden nicht angeboten, dafür gibt es aber Coaches, die einem während dem surfen zur Seite stehen und hier und da helfen.

Neben der stehenden Welle gibt es auf dem Gelände eine Bar und Restaurant wo man nach seiner Session kühle Drinks, frische Bowls und saftige Burger genießen kann. Das Gelände an der Geroldstraße befindet sich im freien, weshalb die Saison aktuell nur von Mai bis Oktober geht.

Oana Citywave Luzern / artificial

Die Oana Citywave in Luzern ist der einzige Indoor Rapid Pool in der Schweiz und somit auch die einzige stehende Welle des Landes, die das ganze Jahr über geöffnet ist. Mit tropischen Wassertemperaturen ist die 8,5 Meter breite Welle der ideale Surfspot für die Wintermonate und bietet neben den normalen Sessions für Beginner, Intermediate, Advanced und Profi auch noch Events, Packages und Wochenend-Workshops an.

Außerdem gehört zur Welle noch ein Trainingscenter, eine Kinderbetreuung und ein Restaurant in dem Gerichte, von hoher Qualität, angeboten werden. Die Zugfahrt bis zur Haltestelle Buchrain dauert mit der S1 von Luzern weniger als 10 Minuten und mit dem Auto erreicht man die Oana Citywave über die Autobahnausfahrt Buchrain der A14.