Wellen treffen auf Sandstrand
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Über das Meer und die Wellen
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Ein Surfer im Neoprenanzug trÀgt bei Sonnenuntergang sein Surfbrett
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Surf-Wissen

InhaltÜber das Meer und die Wellen

Über das Meer und die Wellen

Swells tragen entscheidend zum Erfolg deiner Surfsession beiđŸ’„ Erfahre bei uns, wie du Wellentypen richtig nutzt und worauf es beim Surfen ankommt. 🌊đŸ’Ș

Wie entstehen Wellen?

Wellen entstehen durch Wind, der ĂŒber das Meer blĂ€st. Die dadurch entstehende Energie sortiert sich in gleichmĂ€ĂŸig aufeinanderfolgende Wogen, die man DĂŒnung oder Swell nennt. Diese Swells wandern ĂŒber die Ozeane. Kommen Swells in flache GewĂ€sser, wird die Energie nach oben gedrĂŒckt, die Schwerkraft lĂ€sst sie vornĂŒberfallen und sie brechen als Wellen.

Wichtig fĂŒr deine nĂ€chste Surfsession:

  • Basics ĂŒber Wetterkunde, Wellenentstehung und die verschiedenen Surf-Bedingungen
  • Information, Tipps und Tutorials rund um den Surfsport
  • Das richtige Surfboard, Surf-AusrĂŒstung und Zubehör fĂŒr deine Surfsession

Das Meer ist stĂ€ndig in VerĂ€nderung und sieht zu jeder Tageszeit anders aus. Über den Erfolg deiner Surf-Session entscheidet nicht nur die richtige Spot-Auswahl, das passende Equipment und die QualitĂ€t der Welle. Es ist außerdem hilfreich und wichtig die Basics ĂŒber Wetterkunde, Wellenentstehung und die verschiedenen Bedingungen zu kennen.

Swells - warum sie ĂŒber den Erfolg einer Surfsession entscheiden

Durch Windströmungen ĂŒber dem Meer bilden sich Wellen. Die dabei entstehende Energie entlĂ€dt sich in Wogen, die im gleichmĂ€ĂŸigen Rhythmus aufeinander folgen und als DĂŒnung oder Swell bezeichnet werden.

ZunĂ€chst wandern die Swells ĂŒber die Ozeane. Wenn sie in flache GewĂ€sser geraten und die Energie nach oben gedrĂŒckt wird, fallen sie durch die Schwerkraft vornĂŒber und brechen als Wellen.

Weißt du, dass ein solider Swell Entfernungen von bis zu 1.000 Kilometern pro Tag zurĂŒcklegen kann? GrĂ¶ĂŸere Wellen wandern sogar noch schneller und ĂŒberholen kleinere Wellen. Dabei ĂŒbernehmen sie deren Energie, wĂ€hrend sie gleichzeitig die kleinen Wellen auflösen. Auf diese Weise entstehen Sets als Wellengruppen, die von Set-Pausen als Ruhephasen abgelöst werden.

NatĂŒrlich gibt es noch viele weitere Wellenarten:

Wellenbrechung

Trifft die DĂŒnung auf die KĂŒste, wird sie vom Untergrund abgebremst. Die Wellen schieben sich enger zusammen und bauen sich immer höher auf. Das sind die Sets, nach denen wir im Line Up Ausschau halten. Die Wasserteilchen am Meeresgrund wurden mittlerweile so stark abgebremst, dass die oberen, ungebremsten Teilchen nach vorne kippen. Die Welle bricht.

Strömungen

Bricht eine Welle, gerĂ€t Wasser in Bewegung. Bewegtes Wasser ist Strömung. Mit der Wellenbrechung verlĂ€uft die Strömung beispielsweise an einem Beachbreak ĂŒber die Sandbank in Richtung Ufer. Wenn der erste Wellenschub nachlĂ€sst, fĂ€ngt das Wasser an, seitlich von der Sandbank in die tieferen Strömungsgraben abzufließen. Diese nennt man Channels. Die Seitenströmung kann einen schnell in den Channel und aufs offene Meer hinaus ziehen. Daher ist es besonders wichtig, auf Strömungen und Channels zu achten. 

Verschiedenen Wellentypen, Brechungsarten & UntergrĂŒnde

Wellentypen & Brechungsarten

Je nach Tide kann ein Surfspot radikal oder weniger radikal laufen. Genauso verhĂ€lt es sich mit On- und Offshore, dem auf- und ablandigen Wind. Der auflandige Wind schiebt Weißwasser ins Wellental.

Offshore verzögert die Wellenbrechung. Die Welle will brechen, der ablandige Wind hĂ€lt aber dagegen. Dadurch baut sich die Welle immer weiter auf. Irgendwann muss sich die Energie aber entladen und schmeißt die Wellenlippe nach vorn. Offshore-Wellen brechen meist hohl und schnell. Solche Bedingungen sind ideal zum Tube-Riding.

Die beliebtesten Bedingungen sind Glassy-Wellen. Ist es windstill, liegt das Meer still da und scheint mit dem Horizont zu verschmelzen. Wie aus dem Nichts bauen sich Wellengruppen aus mehreren perfekten, glatten Wellen auf.

GrĂŒne Wellen

Als grĂŒne Welle bezeichnet man eine Welle, die noch nicht gebrochen ist. Eine ungebrochene Welle zu Surfen, ist das Ziel fĂŒr jeden SurfanfĂ€nger. Erst, wenn der Take-off im Weißwasser gelingt, geht es schließlich ins Line Up zu den ungebrochenen Wellen.

Weißwasserwellen

Weißwasserwellen oder Weißwasserwalzen sind gebrochene Wellen. Nachdem eine Welle bricht, entsteht weißer Wellenschaum. Im Weißwasser lernst du die ersten Schritte beim Wellenreiten. Weißwasserwellen haben meist viel Power und nehmen dich ohne viel Paddel-Technik mit.  

Shore Break

So werden Wellen genannt, die direkt auf den Strand, eine Sandbank oder in sehr flaches Wasser brechen. Diese Wellen sind meist hohl und besonders kraftvoll. Den Shore Break zu surfen ist sehr schwer und gefÀhrlich, da die gesamte Kraft der Welle gegen den Untergrund gerichtet ist.

Tube

Eine Tube - oder auch Barrel genannt - ist eine schnelle, teils hohle Welle. Sie entsteht, wenn sich eine Welle ĂŒberschlĂ€gt und die Lippe auf die WasseroberflĂ€che bricht. Dabei entsteht ein Tunnel (Röhre) mit einer Öffnung zu einer Seite, aus der man mit genĂŒgend Geschwindigkeit hindurchfahren kann. FĂŒr viele Surfer ist der Barrel- oder Tube-Ride das ultimative Surf-Erlebnis.  

Close Out

Close Out bezeichnet eine Welle, die gleichzeitig auf ihrer gesamten LĂ€nge bricht. Wenn das der Fall ist, kann sie in keine Richtung abgesurft werden.

Reformer

Reformer nennt man eine gebrochene Welle, die sich im weiteren Verlauf neu aufbaut und erneut bricht.

Double Ups

Von einem Double Up spricht man, wenn zwei Wellen zu Einer verschmelzen. Meist kombinieren die Wellen ihre Energie und eine besonders starke und oft hohle Welle entsteht. Steile, hohl brechende Double Ups bieten oft sehr gute Barrel-Möglichkeiten.

Stehende Welle

Stehende Wellen sind Wellen, die sich nicht bewegen, sondern durch Strömungen entstehen. Es gibt echte stehende Wellen, die in FlĂŒssen entstehen und kĂŒnstliche Wellen. Der wohl bekannteste River-Spot in Deutschland ist die Eisbachwelle in MĂŒnchen. KĂŒnstliche Wellen kommen mittlerweile in den verschiedensten Formen vor und ermöglichen das Surfen in der Stadt.

Surfreviere & UntergrĂŒnde

So vielfÀltig kann die Wellenbrechung sein!

Wenn du die verschiedenen Wellentypen, Wellenbrechung und Brechungsarten verstehst, kannst du die Strömungen fĂŒr dich nutzen. Auch der Wind am Surf-Spot wirkt sich auf die Wellenbrechung aus. So verzögert Offshore die Wellenbrechung. Zwar will die Welle brechen, jedoch hĂ€lt der ablandige Wind dagegen, sodass sich die Welle immer weiter aufbaut. Meist brechen Offshore-Wellen hohl und schnell und schaffen dadurch ideale Bedingungen zum Tube-Riding. Bei Surfern besonders beliebt sind Glassy-Wellen. Diese entstehen bei windstillem Meer und bauen sich buchstĂ€blich aus dem Nichts zu Wellengruppen mit mehreren glatten und perfekt zum Surfen geeigneten Wellen auf. GrĂŒne Wellen sind Wellen, die noch nicht gebrochen sind. Das Surfen einer ungebrochenen Welle ist das Ziel jedes SurfanfĂ€ngers. Gebrochene Wellen werden als Weißwasserwellen oder Weißwasserwalzen bezeichnet. Bricht eine Welle, entsteht dabei weißer Wellenschaum. Um die ersten Schritte und Manöver beim Wellenreiten zu lernen, sind Weißwasserwellen ideal. Da Weißwasserwalzen meist viel Power haben, benötigst du nicht viel Paddel-Technik, um von der Welle mitgenommen zu werden. Shore Break sind Wellen, die unmittelbar auf den Strand oder eine Sandbank sowie in sehr flaches Wasser brechen. Einen Shore Break zu surfen ist eine besondere Herausforderung, da diese Wellen meistens hohl und sehr kraftvoll sind, sodass sich die gesamte Kraft einer Welle gegen den Untergrund richtet.

Beachbreaks sind optimal fĂŒr AnfĂ€nger

Der Beachbreak gilt als optimaler Surf-Spot fĂŒr AnfĂ€nger. Bei einem Beachbreak handelt es sich um einen Surf-Spot, der an einem Sandstrand oder auf sandigem Untergrund bricht. Die Wellenform hĂ€ngt auch von der jeweiligen Form der Sandbank ab. Auf Sandboden lĂ€uft es sich wesentlich angenehmer als auf felsigen Böden, sodass der Beachbreak zu den freundlichsten Surfspots zĂ€hlt. Wellen brechen allerdings nicht immer an exakt derselben Stelle. Deshalb wird ein Beachbreak auch als Multi Peak oder Shifting Peak bezeichnet. Wird die DĂŒnung zu groß, können Beachbreaks außer Kontrolle geraten. Als Surf-AnfĂ€nger bekommst du beim Wellenreiten oft mehr Wellen ab, auch wenn du nicht direkt am Main Peak sitzt. Dies ist dadurch bedingt, dass große Wellen viel Wasser in Bewegung bringen, wodurch eine krĂ€ftigere Strömung entsteht. Schlagen die Wellen auf der vollen Breite gleichzeitig um, sind sie nicht mehr surfbar und es wird vom closed out gesprochen. Bevor du zum Surfen gehst, solltest du deshalb vom Strand aus einen Spotcheck machen. Dabei siehst du, wo genau und wie sowie auf welchem Untergrund die Wellen brechen und wo die Strömungen verlaufen.

Weitere Surfrevieren und UntergrĂŒnde sind Riffe und Buchten.

Reefbreak

An einem Reefbreak musst du auf jeden Fall die richtige Tide beachten. Bei niedrigen GezeitenstÀnden können einige Riffe richtig gefÀhrlich werden, da sie trocken laufen. Das kann das Wellenreiten mitunter lebensgefÀhrlich machen.

Am Peak - dem Punkt, an dem die Wellen brechen - sitzen die erfahrenen Surfer und schnappen sich die besten Wellen des Sets. Wenn du zurĂŒckhaltend auf der Wellenschulter sitzt, musst du dich meist gedulden, bis du eine Welle abbekommst. Die Wellen selbst sind recht einfach zu Surfen. Sie brechen organisierter und sind dadurch berechenbarer.

Reefbreaks eignen sich fĂŒr Surfer, die grĂŒne Wellen sicher surfen und vor allem auf die Wellenschulter lenken können. Auf einem Riff kommst du dem felsigen Untergrund schnell gefĂ€hrlich nahe.

Pointbreak

Pointbreaks produzieren lange, sauber brechende Wellenschultern und funktionieren auch bei großen Swells. Wenn die DĂŒnung an der KĂŒste auf eine Landzuge trifft, brechen die Wellen an genau diesem Punkt. Bei optimalem Untergrund drehen sich die Wellen um den Punkt und laufen schrĂ€g zur KĂŒste in die Bucht hinein, die hinter dem Point liegt. Pointbreaks sind am beliebtesten und daher oft recht crowded.

Wetterkunde, Wind & Gezeiten

Wetterkunde

In einem Tiefdruckgebiet herrschen krĂ€ftige Winde. Diese Windenergie wird ins Meer ĂŒbertragen und lĂ€sst Wellen entstehen. Zieht ein Tiefdruckgebiet ĂŒber einen Surfspot hinweg, entstehen grĂ¶ĂŸere Wellen. Die WellenqualitĂ€t ist wegen des krĂ€ftigen Windes aber eher mĂ€ĂŸig. Am Surfspot erhöht Hochdruckeinfluss und wenig Wind die WellenqualitĂ€t. Die perfekte Wetterkonstellation ist also, wenn weit draußen auf dem Meer ein Tiefdruckgebiet zur Wellenproduktion, und vor Ort Hochdruck und wenig Wind herrscht.

On- und Offshore

In einer stabilen Hochdrucklage entstehen vor Ort thermische Winde. TagsĂŒber erwĂ€rmt sich das Land mehr als die See und wir bekommen Onshore - also auflandigen Wind. Nachts kĂŒhlt das Land stark ab, wodurch das Meer wieder wĂ€rmer wird. Die Luftzirkulation kippt um und es herrscht Offshore - ablandiger Wind. So weht morgens hĂ€ufig ein leichter Offshore, der gegen Mittag in Onshore umschlĂ€gt. Abends lĂ€sst der Onshore wieder nach und kurz vor Sonnenuntergang setzt manchmal wieder Offshore ein.

Low Tide

Bei Low Tide sind Strömungen krÀftiger als bei Hochwasser und die Outside bricht radikal. Auf der Inside laufen Schaumwalzen und du kannst entspannter auf die Sandbank laufen.

Mid Tide

Bei Mid Tide herrscht die grĂ¶ĂŸte VerĂ€nderung und die Bedingungen Ă€ndern sich deutlich. Bei Mid to Low Tide werden Strömungen immer krĂ€ftiger. Bei Mid to High Tide lassen Strömungen eher nach und der Shorebreak kann entstehen.

High Tide

Bei High Tide bricht die Outside je nach WellengrĂ¶ĂŸe sanfter und Strömungen lassen nach. Auch auf die Inside brechen jetzt grĂ¶ĂŸere und krĂ€ftigere Wellen. Unter die Weißwasserwellen mischen sich auch kleine grĂŒne Wellen und Wellen, die sich wieder neu formen.

Wellenvorhersage & Surf Forecast

Den Surf Forecast richtig lesen

Lernst du gerade surfen oder hast du bereits Erfahrung im Surfsport gesammelt? Dann kennst du die Bedeutung des Surf Forecasts fĂŒr deinen Surf. Einen Surf Forecast richtig zu lesen und entsprechend zu interpretieren, kann eine Wissenschaft fĂŒr sich sein. Auf wellenreiten.de, deinem Portal rund um das Surfen, findest du in der Rubrik Surf Wissen, die wir fĂŒr dich zusammengetragen haben, wichtige Informationen und Tipps. Ein Surf Forecast gibt Aufschluss ĂŒber wesentliche Faktoren, die deine Surfsession beeinflussen und diese deutlich vereinfachen können. Die aktuelle Wellenvorhersage ermöglicht zumindest eine grobe EinschĂ€tzung, ob es lohnenswert ist, den Surf zu checken. Obwohl kein Surf Forecast zu 100 Prozent genau sein kann, sind jedoch wesentliche Tendenzen zu erkennen. Eine große Rolle beim Lesen eines Surf Forecasts spielen Swell Richtung, SwellgrĂ¶ĂŸe und Periode, die fĂŒr die Wellen QualitĂ€t entscheidend sind. Um den Surf Forecast richtig zu interpretieren, ist es wichtig, den jeweiligen Surf-Spot sowie die Rahmenbedingungen vor Ort zu kennen.

Grundvoraussetzung

Bevor du einen Surf Forecast richtig interpretieren kannst, solltest du den jeweiligen Spot und die Rahmenbedingungen vor Ort kennen. Dabei ist es hilfreich, dass du den besten Gezeitenstand des Spots und die geografische Ausrichtung kennst.

Anhand der Lage kannst du ableiten, aus welcher Richtung der Swell kommen sollte, damit Wellen im idealen Winkel auf die KĂŒste treffen. Außerdem lĂ€sst sich durch die Lage des Spots bestimmen, aus welcher Richtung der Wind blasen sollte. Warst du zuvor noch nie an dem Spot und kennst dich noch nicht aus, findest du diese Infos auch in verschiedenen Spotguides im Internet.

Swellrichtung

Die Swellrichtung gibt die Richtung an, aus welcher der Swell auf den Surfspot trifft. Damit die Wellen am Spot ankommen, muss die Swellrichtung mit der Ausrichtung des Surfspots zusammenpassen. Passen die beiden Faktoren nicht zusammen, sind die Wellen deutlich kleiner, als an umliegenden Spots mit passender Ausrichtung, oder es ist komplett flach.

SwellgrĂ¶ĂŸe

Die SwellgrĂ¶ĂŸe gibt an, wie stark der Sturm auf dem offenen Meer war. Je stĂ€rker der Sturm, desto grĂ¶ĂŸer der Swell und die Wellen, die an Land treffen. Die SwellgrĂ¶ĂŸe bestimmt allerdings nicht gleich die WellengrĂ¶ĂŸe am Surfspot. Wie groß die Wellen am Surfspot dann wirklich sind, hĂ€ngt auch von der Swellrichtung, den SandbĂ€nken und der Tide ab.

Periode

Ein Swell, der schon eine weite Strecke zurĂŒckgelegt hat, hat eine grĂ¶ĂŸere Periode. Der Abstand zwischen den Wellen ist grĂ¶ĂŸer, du hast mehr Zeit und die Wellen sind geordneter, kraftvoller und schneller. Eine große Periode wirkt sich außerdem positiv auf die GrĂ¶ĂŸe der Wellen aus.

Liegt direkt vor der KĂŒste ein Tiefdruckgebiet, hat sich der Swell erst wenig sortiert. Dann treffen Wellen in unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe und in kurzen AbstĂ€nden auf die KĂŒste. Die Periode ist klein und es gibt kaum Pausen zwischen der Sets. Das macht das Rauspaddeln schwieriger.

Die Periode gibt also an, wie viele Sekunden zwischen zwei Setwellen liegen. Bei einer Periode bis 9 Sekunden spricht man von einem Windswell, der nicht weit von der KĂŒste entsteht. Alles darĂŒber bezeichnet man als Groundswell. Groundswell entsteht weit draußen auf dem offenen Ozean und hat eine lange Reise hinter sich, wenn er auf die KĂŒste trifft. Unter einer Periode von 7 Sekunden kann es ungemĂŒtlich werden. Windswell muss aber nicht unbedingt schlecht sein und kann bei den richtigen Bedingungen auch richtig gute Wellen liefern.

Wellenbemessung & WellengrĂ¶ĂŸe

Wellen werden in Fuß oder Metern gemessen. 1 Fuß sind gute 30 Zentimeter - 3 Fuß demnach fast 1 Meter. Sagt die Wellenvorhersage 1 Meter Swell voraus, baut sich die Welle, kurz bevor sie bricht, bis um das Doppelte auf. Das Face der Welle gibt somit die BrechungsgrĂ¶ĂŸe an.

Surf Forecasts berechnen die WellengrĂ¶ĂŸe aus den einzelnen Parametern wie Periode, SwellgrĂ¶ĂŸe und -richtung. Die Angabe zur WellengrĂ¶ĂŸe ist nur eine SchĂ€tzung und keine genaue Angabe. Bei einer grĂ¶ĂŸeren Periode kannst du auch von grĂ¶ĂŸeren Wellen ausgehen, als die WellengrĂ¶ĂŸe der Vorhersage angibt.

Hilfreicher als eine genaue Meteranzahl ist es, dir die Wellen selbst genau anzusehen und das VerhĂ€ltnis der WellengrĂ¶ĂŸe zum Surfer zu beobachten. Headhigh, Overhead oder Doubleoverhead - bei Headhigh spricht man dann von etwa 1 Meter Swell und 2 Meter Brechungshöhe.

WindstÀrke & Windrichtung

Der Wind spielt bei der QualitĂ€t der Wellen eine große Rolle. Am Besten sind ablandiger Wind (Offshore) oder wenig bis kein Wind. Die Zahl im Surf Forecast zeigt die WindstĂ€rke in km/h an und die Pfeile geben die Windrichtung an. Haben die Pfeile in dem Surf Forecast, den du dir aussuchst, verschiedene Farben, zeigen diese die Bewertung des Windes an. GrĂŒn etwa steht fĂŒr guten Wind (Offshore), rot fĂŒr schlechten Wind (Onshore). Damit du weißt, welche Windrichtung fĂŒr deinen Surfspot ideal ist, solltest du wissen, wie der Spot geographisch ausgerichtet ist.

Tide

Bei der Tide handelt es sich um die Gezeiten, also um Ebbe und Flut. Manche Spots funktionieren nur bei einer bestimmten Tide. Ein Reefbreak kann zum Beispiel bei High Tide zu flach brechen oder bei Low Tide zu seicht sein, so dass du dem Riff deutlich zu nahe kommst.

Websites & Anbieter

FĂŒr Surf Forecasts und Wellenvorhersagen gibt es eine große Auswahl an Websites und App-Anbietern. Zu den bekanntesten gehören Magicseaweed, Surfline, Surf-Forecast, Windguru und Glassy Surf Report. Jetzt heißt es Forecasts lesen, lernen und einen noch besseren Surf genießen!

Spotcheck: Strand und Wellen richtig lesen

Bevor du ins Wasser gehst, solltest du dich zunĂ€chst mit dem Surfspot vertraut machen. Durch den Spotcheck findest du heraus, was beim Wellenreiten auf dich zukommt. Nimm dir fĂŒr unbekannte Spots immer etwas Zeit, so bekommst du auch ein GefĂŒhl fĂŒr die Sets. Je genauer du einen Surfspot vorab analysierst, desto geringer ist das Risiko von unangenehmen Überraschungen. Den Spotcheck kannst du super mit deinem Warm-Up verbinden.

Spotcheck:

  • Sind andere Surfer im Wasser?
  • Wo, wie und auf welchem Untergrund brechen die Wellen?
  • Wo ist das Line-Up? Ist im Line-Up viel los?
  • Wo verlaufen die Strömungen? Wo sind die Channels?
  • Wie groß sind die Wellen und passt die WellengrĂ¶ĂŸe zu meinem Surf-Level?
  • Aus wie vielen Wellen besteht ein Set und wie lange dauern die Setpausen?
  • Wo liegen Gefahren, wie Felsen, im Wasser?
  • Wo ist der Ein- und Ausstieg?
  • Wie sind die Bedingungen (Wind, Tide)?

Wellen richtig lesen

Je grĂ¶ĂŸer die Wellen, desto lĂ€nger solltest du sie vorab beobachten. Vergiss nicht, dass Wellen vom Ufer aus oft kleiner aussehen, als sie es tatsĂ€chlich sind. Beim EinschĂ€tzen der WellengrĂ¶ĂŸe kannst du dich an der KörpergrĂ¶ĂŸe der Surfer im Line-Up orientieren.

Die Laufrichtung der Welle spielt eine große Rolle. Vor allem, wenn du bestimmte Surftricks und Manöver in eine Richtung ausĂŒben willst. Die Richtung, in welche die gebrochene Welle lĂ€uft, entscheidet, ob du mit dem Gesicht (Frontside) oder mit dem RĂŒcken (Backside) zur Welle surfst. Die Laufrichtung der Welle wird von der Peak - also dem Punkt, an dem sich die Welle zuerst ĂŒberschlĂ€gt - in Richtung Land bestimmt. Bricht die Welle nach links, spricht man von einer Linken. Bricht sie nach Rechts, ist es eine Rechte. Bricht die Welle sowohl nach links als auch nach rechts, nennt man das A-Frame.

Auch die Form und Brechungsart der Welle entscheidet darĂŒber, ob du eine Welle anpaddeln solltest oder nicht. Welche Art auf dich im Wasser wartet, kannst du bereits vom Strand aus beurteilen. Kracht die Welle hohl auf ein flaches Riff, solltest du bereits einiges an Erfahrung im Surfen mitbringen, um den Take-Off zu meistern und deine Manöver ausfĂŒhren zu können. Schnelle, steile Wellen sind schwer zu Surfen und nichts fĂŒr AnfĂ€nger. Bricht die Welle sanft von oben weg, sind sie fĂŒr unerfahrene Surfer geeignet.

Line Up finden

Das Line Up bezeichnet den Platz im Wasser, an dem Surfer auf die ungebrochenen Wellen warten. Deine Position im Line Up ist entscheidend: Sitzt du zu weit draußen oder zu weit neben der Peak, kannst du lange auf eine Welle warten. Sitzt du zu nahe am Ufer, bekommst du die Wellen von oben statt von unten ab oder liegst anderen Surfern im Weg. Durch den Spotcheck kannst du schon vom Strand aus abschĂ€tzen, wo du dich im Line Up platzieren solltest.

Gefahren absuchen

Vor dem Wellenreiten solltest du den Surfspot nach möglichen Felsen und anderen Gefahren im Wasser absuchen. Außerdem ist es nie verkehrt, andere Surfer oder Einheimische nach Besonderheiten des Strandes abzufragen. Es schadet nicht, sich zu erkundigen, ob sich bei Low Tide gefĂ€hrliche Riffe freisetzen oder an welcher Stelle du gefahrlos ein- und aussteigen kannst.

Channel erkennen

Am besten erkennst du einen Channel, wenn du dich vor deiner Surf-Session an den Strand setzt und in Ruhe das Meer beobachtest. Die Wellen brechen an der Sandbank, wo Schaumwalzen zum Ufer rollen. Links und rechts neben der Wellenbrechung liegt der Channel. Hier ist das Wasser tiefer, dunkler und meistens auch ruhiger. Im Channel brechen deutlich weniger Wellen als auf der Sandbank. Möchtest du ins Line Up, paddelst du im Channel raus. Willst du im Weißwasser bleiben, verlĂ€sst du das Wasser, kurz bevor du den Channel erreichst und lĂ€ufst am Ufer zurĂŒck auf die Sandbank. Das ist um einiges kraftsparender, als im Wasser gegen die Strömung anzukĂ€mpfen.

Surfspots fĂŒr AnfĂ€nger

Als Surf-AnfĂ€nger solltest du zu Beginn jemanden dabei haben, der sich mit dem Wellenlesen auskennt und dir hilft. An einem optimalen Surfspot fĂŒr AnfĂ€nger kommst du problemlos und schnell ins Wasser, und wieder an Land. Am besten geeignet sind dafĂŒr weitlĂ€ufige SandstrĂ€nde ohne Felsen. Die Wellen sollten nicht grĂ¶ĂŸer sein, als du selbst und sanft brechen. Steile Wellen sind fĂŒr Surf-AnfĂ€nger schwer zu surfen und erfordern ein gutes Timing. Bei kleinen Wellen kannst du auch als AnfĂ€nger oft ins Line Up rauspaddeln. Wenn das Line Up allerdings bereits gut gefĂŒllt ist, kann die Stimmung oft etwas ruppiger sein und Fehlverhalten wird manchmal nicht kommentarlos toleriert. Am besten holst du dir deine Routine in den grĂŒnen Wellen also an Tagen, an denen nicht zu viele Surfer im Line Up sind.

Gefahren & Strömungen beim Wellenreiten

Gefahren beim Surfen

Beim Wellenreiten werden die meisten Verletzungen durch das eigene Surfboard, UnfĂ€lle mit dem Board anderer Surfer oder durch den Aufprall am Meeresboden verursacht. Ein ausgiebiger Spotcheck sowie die Einhaltung der Verhaltens- und Vorfahrtsregeln haben beim Wellenreiten daher oberste PrioritĂ€t! Surfen ist kein ungefĂ€hrlicher Sport und es sollten noch weitere Gefahren berĂŒcksichtigt werden:

  • Strömungen
  • Andere Surfer, Schwimmer und Surf-Optionen wie Kayaks und SUPs
  • KĂŒstenschutz, Wellenbrecher, Pier
  • Felsen, die aus dem Wasser ragen oder sich unter der WasseroberflĂ€che befinden
  • KĂ€lte, die zur Erschöpfung beitrĂ€gt
  • Gezeiten, die den Charakter des Strandes Ă€ndern können, ohne dass du es merkst
  • Höhere und krĂ€ftigere Wellen vergrĂ¶ĂŸern das Unfallrisiko, Strömungen werden stĂ€rker und Wellen halten Surfer lĂ€nger unter Wasser
  • Reefbreaks, an denen die Wellen ĂŒber einem Riff und nahe an Felsen brechen
  • Shorebreaks, wenn kraftvolle Wellen im flachen Wasser nah am Ufer brechen
  • Seeigel und andere Meerestiere

Am besten wĂ€hlst du einen Spot, der nicht mit unendlich vielen Surfern ĂŒberfĂŒllt ist. Allerdings solltest du - bist du kein erfahrener Surfer - auch nicht komplett alleine an einem verlassenen Spot surfen. Nimm einen Freund mit, suche einen bewachten Strand oder lass zumindest jemanden wissen, dass du Wellenreiten bist und wo du dich befindest.

Strömungen

Strömungen sind beim Wellenreiten eine der grĂ¶ĂŸten Gefahren. Kennst du dich mit Strömungen aus, minderst du nicht nur die Gefahr, sondern kannst sie dir auch zu Nutze machen. Um fĂŒr deine eigene Sicherheit zu sorgen und Kraft zu sparen, ist eine gute Kenntnis von Strömungen unerlĂ€sslich.

Eine Strömung ist Wasser in Bewegung. Als Unterscheidungsmerkmal kannst du die Strömungsrichtung heranziehen. Willst du raus aufs Meer, nutzt du Ablandige Strömungen. Querströmungen nutzt du, um parallel zum Ufer zu paddeln.  Zum Land hin nutzt du Auflandige Strömungen.

Entstehung der Strömungen

Strömungen entstehen nur da, wo sich Wasser bewegt. Wo Strömungen laufen, ist das Wasser in der Regel etwas tiefer. Bei Reef- und Pointbreaks mit hartem Untergrund ist das ein relativ konstanter Faktor, bei Beach-Breaks dagegen formieren sich SandbÀnke immer wieder neu.

Gezeitenunterschiede sorgen bei allen Spots dafĂŒr, dass unterschiedliche Bereiche des Ufers ĂŒberspĂŒlt werden. Die Tiden haben damit ebenfalls einen Einfluss auf die Bildung von Strömungen. Die StĂ€rke einer Strömung hĂ€ngt davon ab, wieviel Wasser wieder weggeschafft werden muss. Bei grĂ¶ĂŸerem Wellengang sind Strömungen also stĂ€rker. Die Breite der Strömung beeinflusst die Fließgeschwindigkeit und ist wiederum vom Untergrund abhĂ€ngig. Je schmaler der Bereich, desto schneller die Strömung.

Arten von Strömungen und woran du sie erkennst

Ablandige Strömungen  
Das Wasser, das reinkommt, muss auch wieder raus. Ablandige Strömungen ziehen dich weg vom Ufer und ins Meer hinaus. Diese Strömungen können auch diagonal verlaufen. Ablandige Strömungen erkennst du daran, dass die Wellen gegen die Strömung nicht richtig oder wiederum sehr stark brechen, weil das Wasser hier tiefer ist. Die WasseroberflÀche ist uneben und manchmal ist ein brauner Schleier von aufgewirbeltem Sand zu erkennen. Andere Surfer nutzen die Ablandige Strömung - oder auch Channel genannt - um ins Line-Up zu kommen.

Querströmungen  
Eine Querströmung verlĂ€uft fĂŒr eine bestimmte Zeit quer zum Ufer. Dann wird aus einer Querströmung eine ablandige Strömung, die das Wasser wieder raus aufs Meer bringt. Querströmungen sind von außen schwer zu erkennen und bemerkt man oft, sobald man knietief im Wasser steht.

Auflandige Strömungen  
Die Auflandige Strömung geht zum Land hin und kommt seltener als die Ablandige und Querströmung vor. Auflandige Strömungen im Line-Up erkennst du daran, dass die Wellen hier weniger brechen und andere Surfer dagegen anpaddeln, um ihre Position zu halten.

Umgang mit Strömungen

Versuche, die Strömungen zu erkennen, bevor du ins Wasser gehst. Bist du dir nicht sicher, wo eine Strömung ist, wo sie dich hinfĂŒhrt oder wie stark sie ist, halte dich lieber fern. Wenn es Anzeichen fĂŒr sehr starke Strömungen gibt, solltest du im Zweifelsfall nicht ins Wasser gehen, oder dir eine andere Stelle zum Wellenreiten aussuchen. Versuche nicht, gegen eine Strömung anzupaddeln. Wenn du eine Strömung verlassen willst, solltest du immer im rechten Winkel zur Strömungsrichtung paddeln, bis du heraus kommst.

So helfen wir euch die besten Bedingungen auszumachen:

  • Surf Wissen ĂŒber Surfreviere und UntergrĂŒnde
  • wichtige Hinweise, auf was zu achten ist
  • Tipps zum Surfen von Profis