Surf Wissen: Angst vor Haien beim Surfen - berechtigt oder nicht?

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Wie gef├Ąhrlich sind Haifische wirklich?

Es sind ├╝ber 500 Haifisch-Arten bekannt. Obwohl sich Forscher aus aller Welt regelm├Ą├čig mit den Lebensgewohnheiten und der Gef├Ąhrlichkeit von Raubfischen besch├Ąftigen, ist ├╝ber Haie nur wenig bekannt. Man wei├č nur, dass sie sich haupts├Ąchlich von Fischen und anderen Meerestieren ern├Ąhren. Haifische sind knorpelige Fische, die st├Ąndig in Bewegung bleiben m├╝ssen. Im Gegensatz zu anderen Fischen verf├╝gen sie nicht ├╝ber eine mit Luft gef├╝llte Schwimmblase. W├╝rde sich der Hai nicht fortbewegen, w├╝rde er sofort auf den Meeresboden absinken. H├Ąufig wird ├╝ber Hai-Attacken im Wasser und an Str├Ąnden berichtet. Wie gef├Ąhrlich sind die Tiere wirklich und wie kannst du dich als Surfer vor einem Hai-Angriff sch├╝tzen?

An den Surfspots der Westk├╝ste Australiens werden Sicherheits-Mitarbeiter, sogenannte Shark-Watcher, eingesetzt, um die K├╝ste zu beobachten und fr├╝hzeitig vor einer Hai-Gefahr zu warnen. In der Regel sind diese Tiere jedoch nicht an einer Begegnung mit Menschen interessiert. Gef├Ąhrliche F├Ąlle sind relativ selten, dennoch kommt es hin und wieder zu bedrohlichen Situationen. Haifische erreichen eine durchschnittliche L├Ąnge von drei bis sechs Metern und ein maximales Gewicht von circa 2.000 Kilogramm. Weibchen werden meistens etwas gr├Â├čer als die M├Ąnnchen. Die meisten Haiunf├Ąlle werden durch:

  • Wei├čen Hai
  • Bullenhai
  • Tigerhai

verursacht. Trotz ihrer enormen Gr├Â├če bevorzugen Haiarten wie Riesenhaie, Walhaie und Riesenmaulhaie lieber Krebse und andere Schalentiere als Nahrung. Menschlichen Lebewesen gehen die Riesenfische eher aus dem Weg. Dennoch z├Ąhlen Hai-Angriffe zu den realen Gefahren beim Wellenreiten.

Eine M├Âglichkeit, sich als Surfer vor einer Hai-Attacke zu sch├╝tzen, besteht darin, sich auf Surfspots mit geringem Hai-Risiko zu beschr├Ąnken. Dies w├╝rde jedoch bedeuten, auf das Surfen in tropischen Gew├Ąssern zu verzichten. Da Haifische bei ihren Jagdgebieten sehr w├Ąhlerisch sind, reicht es vollkommen aus, Str├Ąnde zu meiden, an denen es in der Vergangenheit bereits zu Hai-Vorf├Ąllen kam. Die meisten Hai-Angriffe wurden in diesen Gebieten registriert:

  • Ost- und Westk├╝ste der USA
  • S├╝dafrika
  • Australien
  • Insel R├ęunion

Florida und Kalifornien geh├Âren zu den US-Bundesstaaten, in denen es statistisch h├Ąufiger zu gef├Ąhrlichen Begegnungen zwischen Haifischen und Surfsportlern gekommen ist. Die gef├Ąhrlichsten Hai-Str├Ąnde der Welt befinden sich in den Vereinigten Staaten, in S├╝dafrika, im westlichen Australien sowie auf der franz├Âsischen Insel R├ęunion im Indischen Ozean.

Das Risiko, Opfer eines Hai-Angriffs zu werden, soll in Western Australia vor allem im Winter und im Fr├╝hling besonders hoch sein. Von der lokalen Regierung wird sogar der Erwerb eines speziellen Hai-Abwehrsystems empfohlen. Die zu Frankreich geh├Ârende Insel La R├ęunion ist als Surferparadies bekannt. Laut Medienberichten soll es in den vergangenen beiden Jahrzehnten dort mehrere t├Âdliche Hai-Angriffe gegeben haben. Die Folge davon ist, dass Surfen und Schwimmen seitdem fast ├╝berall auf der Insel verboten ist. Wo kannst du surfen, ohne bedrohliche Hai-Begegnungen zu riskieren? In k├╝hleren Gew├Ąssern, wie vor der K├╝ste Frankreichs, Portugals oder Spaniens ist die Wahrscheinlichkeit f├╝r gef├Ąhrliche Hai-Angriffe wesentlich geringer. Das liegt vor allem daran, dass diese Gebiete in den vergangenen Jahrzenten kaum bis gar nicht von Haien aufgesucht wurden. Haie geben ihr Wissen ├╝ber Jahrhunderte weiter und deshalb suchen diese Tiere immer die selben Jagdreviere auf. Warum sind die Surspots in Frankreich, Spanien und Portugal au├čerdem so unbedenklich, was die Begegnungen mit gef├Ąhrlichen Tieren im Wasser angeht? Frankreich ist eine riesengro├če Ausgleichsk├╝ste aus Sand. Weit und breit keine Riffe oder Korallen, in denen k├╝stennah Tiere leben, welche als Beute f├╝r gr├Â├čere Raubfische in Frage kommen. Spanien und Portugal haben kaum lebendes Riff, welches f├╝r Tiere jeglicher Art interessant sein k├Ânnte. Gr├Â├čtenteils sind es tote Riffe oder Steinformationen. Falls du ein unbedenkliches Surf-Reiseziel suchst bist du bei wellenreiten.de, deiner Plattform rund um den Surfsport, genau richtig! Hier findest du Tipps und Informationen ├╝ber Surfspots und Surfcamps in aller Welt.

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Im Wassersport sind Haiunf├Ąlle nicht grunds├Ątzlich vermeidbar. Du kannst die Gefahr, einem dieser Riesenfische beim Surfen zu begegnen, jedoch minimieren. Erkundige dich beim Rettungsschwimmer oder bei deinem Surf-Instructor, ob am jeweiligen Surfspot schon einmal einer dieser Raubfische gesichtet wurde. Es gibt zudem spezielle Hai Tracking-Apps, die Hinweise auf Haifische am Urlaubsziel liefern sollen. Bist du mit deinem Surfboard am Strand unterwegs, solltest du das gef├Ąhrdete Gebiet schnellstm├Âglich verlassen. Surfer sind h├Ąufiger von Hai-Angriffen betroffen, da sie lange im Wasser sind und oft unbeabsichtigt in den nat├╝rlichen Lebensraum von Haifischen eindringen. Durch das beim Surfen typische Paddeln mit H├Ąnden und F├╝├čen werden die Raubfische angelockt. Die durch Surf-Bewegungen erzeugten Schwingungen ├Ąhneln den Verhaltensweisen kranker oder verletzter Fische an der Wasseroberfl├Ąche.

Falls einer dieser gef├Ąhrlichen Riesenfische auf dich zu schwimmt, solltest du ruhig bleiben und Blickkontakt halten. Da Haifische gro├če Angst haben, angegriffen zu werden, ergreifen sie selbst die Initiative. Am liebsten greifen die Raubfische von unten oder von hinten an. Es muss jedoch nicht automatisch zu einem Hai-Angriff kommen, es besteht durchaus die M├Âglichkeit, dass das Tier nach ein paar Umkreisungen abdreht. Im Grunde haben es die riesigen Raubfische nicht auf Menschen abgesehen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Sehverm├Âgen von Haifischen schwach ausgepr├Ągt ist. Surfer werden von diesen oft mit Robben verwechselt, vor allem, wenn sie wie wild mit den Armen paddeln und einen hautengen schwarzen Anzug tragen. Auf einen Neoprenanzug solltest du beim Surfen dennoch nicht verzichten, denn dieser sch├╝tzt dich vor Ausk├╝hlung und Sonnenstrahlung und z├Ąhlt deshalb als wichtiger Teil der Ausr├╝stung zum Surfing Equipment.

Praktische Tipps, um sich vor Hai-Attacken zu sch├╝tzen

Geh nicht ins Wasser, wenn du eine offene Wunde hast. Einige Haifisch-Arten sind in der Lage, Blut und andere K├Ârperfl├╝ssigkeiten bereits in sehr geringer Konzentration wahrzunehmen. Vermeide, wenn m├Âglich, beim Surfen den Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergang. In diesen Zeiten sind manche Haiarten auf Nahrungssuche und somit besonders aktiv. Es ist ratsam, beim Surfen keine Surfanz├╝ge, Shorts oder Shirts in grellen Farben zu tragen. Auch auf gl├Ąnzenden Schmuck solltest du verzichten, wenn du surfen gehst. Da die meisten Beutefische eher hell sind, interessieren sich Haifische besonders f├╝r helle Farbnuancen. Um gro├če Farbkontraste zu vermeiden, ist es sinnvoll, einen dunklen Neoprenanzug zu tragen. Falls du Angst vor Raubfischen hast, surfst du am besten in der Gruppe.

Begegnest du trotz aller Vorsichtsma├čnahmen dennoch einem Riesenhai, dann ist Angriff die beste Verteidigung! Wenn sich das Tier aggressiv verh├Ąlt und ein Zwischenfall nicht vermeidbar ist, hilft nur der volle Einsatz deiner K├Ârperkraft. Die effektivste Selbstschutz-Methode soll ein gezielter Schlag auf die Haischnauze sein. Solche Situationen kommen jedoch sehr selten vor, wenn du zuvor alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen beachtet hast. Ist die Angst vor Haien beim Surfen berechtigt? Das Meer ist der nat├╝rliche Lebensraum einer Vielzahl von Meerestieren. Dazu geh├Âren auch Raubfische wie die Haie. Auch wenn Hai-Angriffe nicht g├Ąnzlich auszuschlie├čen sind, kann das Risiko gef├Ąhrlicher Attacken minimiert werden. Umsichtiges Verhalten sowie die Beachtung der Sicherheitsregeln beim Surfen sind der beste Gefahrenschutz.

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