Was ist ein Pointbreak?
Wenn du schon mal von Wellen gehört hast, die sich scheinbar endlos entlang einer Küste ziehen und bei denen Surfer gefühlt ewig auf ihrem Brett stehen, dann warst du gedanklich wahrscheinlich an einem Pointbreak. Aber was genau steckt eigentlich hinter dem Begriff?
Ein Pointbreak bezeichnet einen Surfspot, an dem die Welle entlang einer aus der Küstenlinie hervorstehenden Landform bricht. Diese Landform kann eine felsige Landzunge, ein Kap oder auch ein künstlicher Hafenarm sein. Im Gegensatz zu anderen Surfrevieren bietet ein Pointbreak oft die längsten Rides deines Lebens.
Das macht einen Pointbreak aus:
Ein einzelner Take-off-Punkt: Meist gibt es eine zentrale Einstiegsstelle ins Line-up.
Lange, gleichmäßige Wellen: Die Welle bricht seitlich und vorhersehbar – perfekt für Manöver und Flow.
Fester Untergrund: Oft bricht die Welle über Fels oder Steine, was die Form konstant hält.
Richtung: Ein Point kann ein Righthander oder Lefthander sein, je nachdem, auf welcher Seite der Landzunge er bricht.
📌 Kurz erklärt: Ein Pointbreak ist der „Autobahnabschnitt“ unter den Surfspots – einmal eingestiegen, kannst du richtig Strecke machen.
Warum sind Pointbreaks so beliebt bei Surfer:innen?
Ganz ehrlich: Wer liebt sie nicht, diese Momente, in denen man nicht nach zehn Sekunden wieder paddeln muss, sondern stattdessen eine Welle richtig ausfahren kann?
Die Top-Vorteile:
- Längere Rides: Mehr Zeit auf der Welle = mehr Surfvergnügen.
- Konstante Wellenform: Perfekt für Technik und Flow.
- Klarer Einstiegspunkt: Strukturierteres Line-up.
- Surf-Flow vom Feinsten: Besonders bei sauberen Bedingungen ein Traum.
Pointbreak rechts oder links?
Ob du einen Pointbreak lieber mit dem Rücken oder mit dem Gesicht zur Welle surfst, hängt von seiner Richtung ab:
- Righthander (rechte Welle): Aus Surfer-Sicht läuft die Welle nach rechts.
- Lefthander (linke Welle): Die Welle läuft nach links.
Welcher Break besser zu dir passt, hängt u.a. von deinem Surfstance ab:
- Regular-Footer: Steht links vorne – bevorzugt oft rechte Wellen.
- Goofy-Footer: Rechter Fuß vorne – surft gerne Lefthander.
Unterschied: Pointbreak, Beachbreak und Reefbreak
Um ein kompletter Surfer zu werden, solltest du alle drei Haupttypen kennenlernen. Jeder Break stellt andere Anforderungen an dein Können und dein Surfequipment.
🪨 Pointbreak
Bei einem Pointbreak läuft die Welle entlang einer Landzunge. Sie ist lang und berechenbar, erfordert aber oft langes Paddeln und Erfahrung im Line-up.
- Geologie: Entlang einer Landzunge, oft felsig.
- Takeoff: Fester Einstiegspunkt.
- Wellen: Lang, gleichmäßig, carve-freundlich.
- Geeignet für: Fortgeschrittene bis Pros.
🏖️ Beachbreak
Ein Beachbreak zeichnet sich dadurch aus, dass die Wellen über Sandboden brechen. Sie sind variabel und ideal für Einsteiger, da der Sturz weich ist.
- Geologie: Sandboden.
- Takeoff: Mehrere Peaks möglich.
- Wellen: Variabel, je nach Sandbank.
- Geeignet für: Alle Levels – super für Einsteiger:innen.
🪸 Reefbreak
Ein Reefbreak ist dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen über Korallen oder Felsriffen brechen. Sie sind meist hohl, sehr kraftvoll und eher für Fortgeschrittene bis Experten geeignet.
- Geologie: Fels oder Korallenriffe.
- Takeoff: Präzise und oft technisch schwierig.
- Wellen: Hohl, schnell, barreling.
- Geeignet für: Fortgeschrittene bis Experten.
Wo brechen die besten Wellen?
Sand, Fels oder Koralle? Die Beschaffenheit des Untergrunds bestimmt den Charakter einer Welle. Entdecke die Unterschiede zwischen sanften Beachbreaks, langen Pointbreaks und kraftvollen Reefbreaks, um den perfekten Spot für dein Level zu finden.
Alle Surfreviere entdeckenLegendäre Pointbreaks weltweit
Raglan, Neuseeland
Ein linksbrechender Pointbreak wie aus dem Lehrbuch. Der Spot besteht eigentlich aus mehreren Sections („Indicators“, „Whale Bay“, „Manu Bay“) und kann bei gutem Swell episch lang laufen.
Länge: bis zu 600 Meter
Style: Smooth, flowig – ideal für Carves
Malibu, Kalifornien
Der vielleicht berühmteste Righthander der Surfgeschichte. Ideal für Longboarder, aber auch für Shortboarder mit Style. Der Andrang? Enorm – aber zurecht.
Typ: Right point, perfekt geformt
Besonderheit: Historischer Surfspot mit legendärem Vibe
Jeffreys Bay (J-Bay), Südafrika
Schnell, lang, technisch – J-Bay ist nichts für Anfänger:innen, aber ein Traum für erfahrene Surfer:innen. Der Point ist in mehrere Sections unterteilt und bekannt für seine Tubes.
Tipp: Früh aufstehen – die Locals wissen, was sie tun.
Wie funktioniert das Line-up an einem Pointbreak?
Da es bei Pointbreaks meist nur einen Takeoff-Point gibt, ist das Line-up entsprechend strukturiert – und manchmal auch etwas „politisch“. Etikette ist hier wichtiger denn je.
- Geduld zeigen: Nicht jede Welle ist deine – beobachte, wie die Locals rotieren.
- Respektiere Vorrang & Priority: Der Surfer weiter innen hat Vorrang.
- Vorsicht beim Paddeln zurück: Weiche den aktiven Surfer:innen aus.
- Kein Snaking: Wenn du dich vordrängelst, wird das nicht lange unkommentiert bleiben.



